
Schön, dass du dir heute einen Moment Zeit nimmst.
„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt? Und dass ihr nicht euch selbst gehört?“
1. Korinther 6,19
Viele Menschen tragen heute eine Smartwatch oder ein Fitnessarmband. Es misst den Puls, zeichnet den Schlaf auf und erkennt manchmal sogar Stress, bevor wir ihn selbst bemerken. Faszinierend, wie viel Technik heute leisten kann.

Ist das gut? Ich glaube: Ja, wenn sie ihren richtigen Platz behält.
Gott hat uns unseren Körper anvertraut. Deshalb ist es keine Nebensache, auf ausreichend Schlaf zu achten, sich zu bewegen oder Warnsignale ernst zu nehmen. Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, ist kein Ausdruck von Misstrauen gegenüber Gott, sondern kann ein Ausdruck von Dankbarkeit sein.
Doch Technik hat ihre Grenzen. Sie kann deinen Herzschlag messen, aber nicht deinen inneren Frieden. Sie erkennt körperlichen Stress, aber sie kennt nicht die Sorgen, die dich nachts wachhalten. Sie sammelt Daten, aber sie weiß nichts von Hoffnung, Vergebung oder der Liebe Gottes.


Deshalb ist es gut, auf die Signale des Körpers zu hören – und genauso auf Gottes Stimme. Jesus selbst suchte immer wieder die Ruhe. Mitten in einem vollen Alltag zog er sich zurück, um Zeit mit seinem Vater zu verbringen. Er wusste, dass der Mensch mehr braucht als Leistungsfähigkeit.
Vielleicht erinnert dich dein Armband heute nicht nur daran, genügend Schritte zu gehen oder früher schlafen zu gehen. Vielleicht wird es zu einer kleinen Erinnerung, auch innerlich innezuhalten.

Wenn dein Gerät meldet: „Zeit für Erholung“, darfst du auch Gott sagen: „Herr, schenk mir deine Ruhe.“
Denn am Ende bestimmen nicht Zahlen auf einem Display deinen Wert. Dein Wert steht längst fest – weil Gott dich liebt.
So lass uns gemeinsam beten.
Herr Jesus,
danke, dass du mir diesen Körper anvertraut hast. Hilf mir, gut mit ihm umzugehen und die Grenzen ernst zu nehmen, die du in mein Leben gelegt hast.
Schenke mir Weisheit, Technik sinnvoll zu nutzen, ohne mich von ihr bestimmen zu lassen. Bewahre mich davor, mein Vertrauen auf Zahlen, Messwerte oder Leistungen zu setzen.
Lehre mich, auf die Signale meines Körpers zu hören und ebenso aufmerksam auf deine Stimme zu achten.
Wenn ich erschöpft bin, schenke mir Ruhe. Wenn ich unter Druck stehe, erfülle mein Herz mit deinem Frieden. Wenn ich mich verliere, erinnere mich daran, dass meine Identität nicht in meiner Leistung liegt, sondern in deiner Liebe.
Danke, dass du mich kennst – tiefer, als es jemals ein Gerät könnte.
Amen.
