Jesus wurde im Jordan getauft, Sora, prompted by ChatGPT
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Hörerinnen und Hörer,
am heutigen Sonntag, dem 11. Januar, feiern viele Kirchen das Fest der Taufe Jesu. Vielleicht wirkt das auf den ersten Blick wie ein netter Rückblick in eine andere Zeit. Aber was da am Jordan geschah, hat mit dir und mir heute mehr zu tun, als es scheint. Denn da spricht Gott aus dem Himmel. Und diese Worte sind nicht nur für Jesus bestimmt.
Hören wir zunächst, was damals geschah:
„Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf. Und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Matthäus 3,16–17
Was für ein Moment! Jesus ist gerade aus dem Wasser gestiegen – hat also noch nichts getan, kein Wunder vollbracht, keine Predigt gehalten. Und doch: Gott nennt ihn seinen geliebten Sohn. Das ist nicht nur ein himmlischer Applaus, sondern eine tiefe Wahrheit. Identität kommt vor Leistung. Annahme vor Aufgabe.
Taufe eines Jugendlichen, Sora, prompted by ChatGPT
Und genau diese Wahrheit gilt auch für dich. Wenn du getauft bist – egal ob als Kind oder später – dann hat Gott über deinem Leben etwas ausgesprochen, was stärker ist als alle Kritik, alle Zweifel, alle Selbstvorwürfe. Nämlich: „Du bist mein Kind. Ich liebe dich. Ich freue mich an dir.“
Der Prophet Jesaja bringt das auf eine Weise zum Ausdruck, die damals für das Volk Israel galt – aber durch Jesus dürfen auch wir uns angesprochen fühlen:
„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ Jesaja 43,1
Diese Worte lassen einen aufatmen, gerade wenn man das Gefühl hat, immer etwas beweisen zu müssen. In einer Zeit, in der Menschen oft nur gesehen werden, wenn sie etwas leisten, wenn sie etwas darstellen, ist es fast revolutionär, sich von Gott sagen zu lassen: Ich liebe dich, einfach so. Nicht, weil du so viel tust – sondern weil du mein bist.
Ich habe einmal die Geschichte einer jungen Frau gehört, die nach einem Burnout in der Reha saß und eine Karte mit genau diesem Vers bekam. Sie sagte später: „Ich konnte diesen Satz wochenlang nicht lesen, ohne zu weinen. Ich hatte vergessen, dass ich wertvoll bin, auch wenn ich nichts tue.“
Nachdenkliche Frau im Park, Sora, prompted by ChatGPT
Vielleicht brauchst du das heute auch zu hören. Vielleicht ist heute der Tag, an dem du wieder neu erkennst, dass du nicht durch Likes, Leistung oder Lebenslauf deine Würde bekommst. Sondern durch Gottes Liebe. Eine Liebe, die schon da war, bevor du irgendetwas konntest oder geschafft hast.
Und noch etwas: Als Jesus aus dem Wasser kam, öffnete sich der Himmel. Der Geist kam auf ihn. Und das bedeutet: Auch wir sind nicht allein gelassen. Gott lässt nicht nur den Stempel „geliebt“ auf uns, sondern schenkt uns auch seinen Geist. Kraft. Trost. Weisheit. Und manchmal auch eine heilsame Unruhe, die uns zeigt: Da geht noch was. Dein Leben ist nicht fertig. Aber du musst nicht erst „fertig“ sein, um geliebt zu werden.
Im Wasser sich daran erinnern, was Jesus geschah, Sora, prompted by ChatGPT
Also: Vielleicht zögerst du, dich überhaupt auf Gott einzulassen. Oder du bist mit Kirche durch. Oder du fühlst dich unwürdig. Dann denk an diesen Moment am Jordan. Und höre, was Gott sagt – nicht nur zu Jesus, sondern auch zu dir:
„Du bist mein geliebtes Kind. Ich freue mich an dir.“
Wenn du magst, kannst du heute einfach mal still diesen Satz nachsprechen. Und ihn für dich gelten lassen. Vielleicht verändert sich dadurch nicht sofort dein Leben. Aber vielleicht ändert sich der Blick auf dich selbst. Und das ist oft der erste Schritt in Richtung Freiheit.
Gott,
ich danke dir, dass du mich liebst, bevor ich etwas leiste.
Hilf mir, das nicht zu vergessen, wenn der Druck groß wird.
Schick mir deinen Geist, wenn ich es nicht schaffe, mich selbst anzunehmen.
Und erinnere mich daran, dass ich dein Kind bin – heute und morgen.