
Guten Morgen – egal, ob Sie diesen Moment bewusst suchen oder eher zufällig hier gelandet sind. Heute ist Freitag, der 13. Für viele Menschen ist das ein Datum, das mit einem unguten Gefühl verbunden ist. Manche steigen an diesem Tag lieber nicht ins Flugzeug. Andere verschieben Termine. Einige vermeiden sogar wichtige Entscheidungen. Ein Datum im Kalender bekommt plötzlich Macht über Gedanken und Gefühle.
Doch woher kommt diese Angst eigentlich? Zahlen, Tage oder Konstellationen werden mit Unglück verbunden. Man spricht von „Aberglaube“. Und obwohl viele Menschen gleichzeitig sagen, sie glaubten gar nicht daran, wirkt dieser Gedanke doch im Hintergrund weiter.

Die Bibel geht einen ganz anderen Weg. Sie ruft uns dazu auf, unser Vertrauen nicht auf Zeichen, Zahlen oder vermeintliche Vorhersagen zu setzen, sondern auf Gott selbst.
„Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“
2. Mose 20,3
Dieses Gebot wirkt auf den ersten Blick weit entfernt vom Thema Freitag, der 13. Doch im Kern geht es genau darum. Wenn etwas anderes als Gott beginnt, unser Verhalten zu bestimmen – Angst vor Zeichen, Horoskopen, Glücksbringern oder Unglückstagen – dann bekommt es eine Bedeutung, die ihm eigentlich gar nicht zusteht.
Gott möchte, dass unser Leben nicht von Angst gesteuert wird. Nicht von Zufällen. Nicht von Aberglauben.
„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
2. Timotheus 1,7
Diese Worte wurden in einer Zeit geschrieben, in der Menschen echte Gründe zur Angst hatten: Verfolgung, Unsicherheit, politische Spannungen. Und doch erinnert der Apostel Paulus daran: Angst soll nicht unser innerer Motor sein.
Das bedeutet nicht, dass unser Leben immer leicht ist. Auch Christen erleben schwierige Tage. Dinge gehen schief. Pläne scheitern. Krankheiten kommen. Aber der Unterschied liegt darin, wer oder was unser Herz bestimmt.
Der sogenannte Aberglaube lebt von der Vorstellung, dass unsichtbare Kräfte unser Schicksal lenken. Dass bestimmte Tage Unglück bringen. Dass wir durch bestimmte Rituale Sicherheit herstellen können.
Der christliche Glaube sagt etwas völlig anderes: Unser Leben liegt in Gottes Hand.
Ein Datum im Kalender hat keine Macht über uns. Eine Zahl entscheidet nicht über unser Schicksal. Und ein Freitag – egal welche Zahl danebensteht – ist einfach ein Tag, den Gott geschaffen hat.

Der bekannte Reformator Martin Luther schrieb einmal: „Der Glaube ist ein lebendiges, verwegendes Vertrauen auf Gottes Gnade.“ Dieses Vertrauen befreit. Es nimmt Dingen die Macht, die eigentlich gar keine haben sollten.
Vielleicht ist dieser Freitag, der 13., deshalb eine gute Gelegenheit, innerlich aufzuräumen. Zu fragen: Was bestimmt eigentlich mein Denken? Wo lasse ich mich von Ängsten oder Vorstellungen lenken, die gar nicht von Gott kommen?

Glaube bedeutet nicht, dass wir alles kontrollieren können. Aber er schenkt eine tiefe Gewissheit: Gott geht mit uns – an jedem Tag.
Nicht nur an den guten Tagen.
Auch an den ganz gewöhnlichen.
Und sogar an einem Freitag, dem 13.
Vielleicht dürfen wir gerade heute bewusst sagen: Dieser Tag gehört Gott. Und deshalb gehe ich ihn mit Vertrauen an.
Gott,
du kennst unsere Gedanken und auch unsere Ängste.
Befreie uns von allem, was unser Vertrauen von dir wegzieht.
Schenke uns Mut, unser Leben in deine Hände zu legen.
Lass uns erkennen, dass kein Tag stärker ist als deine Liebe.
Amen!
