862 – Vergebung, Glaube und Dankbarkeit

862 – Vergebung, Glaube und Dankbarkeit

Jesus heilt zehn Aussätzige, Sora, prompted by ChatGPT
Jesus heilt zehn Aussätzige, Sora, prompted by ChatGPT

Seid herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Leserinnen und Leser!

In Lukas 17 spricht Jesus über Themen, die uns alle betreffen: Vergebung, Glaube, Dankbarkeit und unseren Platz als Menschen im Dienst Gottes. Dieser Abschnitt ist weder theoretisch noch fern unseres Alltags. Im Gegenteil – er trifft genau dorthin, wo es manchmal weh tut, aber auch dort, wo Heilung geschehen kann.

„Und er sprach zu den Jüngern: Es ist unmöglich, dass keine Ärgernisse kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen sie kommen!“
Lukas 17,1–2

Jesus redet hier nicht drum herum. Menschen verletzen einander. Das ist leider Alltag – ob in der Familie, im Beruf, in der Schule oder sogar in der Gemeinde. Doch statt uns damit abzufinden, mahnt Jesus zur Wachsamkeit. Er nimmt uns in Verantwortung: „Habt acht auf euch selbst.“ Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern als Einladung, sich ehrlich zu prüfen.

„Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn er es bereut, so vergib ihm. Und wenn er siebenmal des Tages an dir sündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und spricht: Es tut mir leid, so sollst du ihm vergeben.“
Lukas 17,3–4

Vergeben – wieder und wieder. Auch wenn wir innerlich schon sagen wollen: „Nicht schon wieder!“ Jesus fordert nicht Gutgläubigkeit, sondern die Bereitschaft, die Tür zur Versöhnung nicht zuzuschlagen. Das ist keine Kleinigkeit. Es kostet Kraft. Vielleicht genau deshalb stellen die Jünger eine so verständliche Bitte:

„Die Apostel sprachen zum Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr sagen zu diesem Maulbeerbaum: Reiß dich aus und verpflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen.“
Lukas 17,5–6

Senfkorn der Entschlossenheit, Sora, prompted by ChatGPT
Senfkorn der Entschlossenheit, Sora, prompted by ChatGPT

Glaube muss nicht groß sein, um wirksam zu sein. Schon ein kleiner Funke reicht, wenn er echt ist. Vielleicht ist das sogar die befreiendste Botschaft in diesem Kapitel: Es geht nicht um heldenhaften Superglauben. Sondern um das Vertrauen, dass Gott auch durch unser kleines „Ja“ Großes tun kann.

Jesus erzählt im Anschluss ein Gleichnis, das auf den ersten Blick eher unbequem klingt: Ein Knecht, der seinen Job tut, bekommt kein Extra-Lob. Warum auch – er hat einfach seinen Auftrag erfüllt. Klingt hart, aber der Gedanke dahinter ist klar: Unser Glaube ist kein Bonusheft mit Stempeln für besonders gute Taten. Sondern gelebte Beziehung zu Gott. Treue im Kleinen. Vertrauen im Alltag. Auch ohne Applaus.

Und dann kommt eine der schönsten Erzählungen des Kapitels – die von den zehn Aussätzigen:

„Und es begab sich, als er nach Jerusalem zog, dass er durch Samarien und Galiläa zog. Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die standen von ferne und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser! Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern. Und es geschah, während sie hingingen, da wurden sie rein.“
Lukas 17,11–14

Alle zehn werden gesund. Alle erleben ein Wunder. Aber nur einer kommt zurück. Nur einer versteht, was da wirklich passiert ist. Er fällt auf sein Angesicht, lobt Gott – und ist ausgerechnet ein Samariter. Einer, den viele in der damaligen Zeit eher abschätzig betrachteten. Und Jesus fragt: „Wo sind die anderen neun?“

„Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.“
Lukas 17,19

Dankbarkeit verändert die Perspektive. Sie macht aus Heilung ein ganzheitliches „Heil“. Der eine Mann wurde nicht nur gesund – er wurde gesehen, gewürdigt, gesegnet.

Vielleicht ist das die Einladung an uns heute: Nicht erst zu warten, bis alles im Leben perfekt läuft. Sondern mitten im Alltag den Blick für das zu behalten, was schon längst da ist. Und darin Gottes Hand zu erkennen.

Versöhnung auf Stadtplatz, Sora, prompted by ChatGPT
Versöhnung auf Stadtplatz, Sora, prompted by ChatGPT

Vergebung, Glaube, Dankbarkeit – das sind keine leichten Themen. Aber Jesus zeigt uns: Es lohnt sich, diesen Weg zu gehen. Für andere. Und für uns selbst.

Mach mein Herz weich

Strophe 1
Ich komm zu dir mit leeren Händen,
mit Fragen, die ich selbst nicht trag.
Zu oft hab ich mich selbst verloren,
zu oft nur funktioniert im Alltag.
Ich weiß, ich bin nicht stark geblieben,
hab mehr gezweifelt als vertraut.
Doch irgendwo in all dem Lärmen
hör ich noch, wie du leise rufst.

Pre-Refrain
Du kennst mein Fallen,
du kennst mein Gehen.
Du siehst mein Herz,
auch wenn ich mich versteck.

Refrain
Mach mein Herz weich,
wenn es hart geworden ist.
Mach mein Herz weit,
für Vergebung und für Licht.
Ich will lernen, dir zu glauben,
auch wenn ich nichts mehr seh.
Mach mein Herz weich –
und bleib bei mir.

Strophe 2
Ich trag Geschichten auf den Schultern,
Worte, die ich nie vergab.
Menschen, die ich festgehalten,
und doch innerlich vergraben hab.
Ich weiß, Vergebung kostet alles,
mehr als Stolz je geben kann.
Doch ich seh dich zwischen meinen Mauern,
wie du sagst: Fang neu an.

Pre-Refrain
Du zählst nicht Fehler,
du zählst mein Herz.
Du bleibst mir nah,
auch wenn ich mich verlier.

Refrain
Mach mein Herz weich,
wenn es hart geworden ist.
Mach mein Herz weit,
für Vergebung und für Licht.
Ich will lernen, dir zu glauben,
auch wenn ich nichts mehr seh.
Mach mein Herz weich –
und bleib bei mir.

Bridge
Wenn mein Glaube nur ein Flüstern ist,
und mein Mut kaum noch reicht,
nimm mein Heute,
mein Noch‑nicht,
und das, was zerbrochen bleibt.
Ich leg mein Leben in deine Hände,
nicht perfekt, aber echt.
Du bist treu, wenn ich es nicht bin,
du verlässt mich nicht.

Refrain
Mach mein Herz weich,
wenn es müde geworden ist.
Mach mein Herz still,
dass es dich wieder hört.
Ich will lernen, dir zu danken,
für jeden neuen Tag.
Mach mein Herz weich –
und bleib bei mir.

Outro
Bleib bei mir,
wenn ich falle.
Bleib bei mir,
wenn ich steh.
Mach mein Herz weich.
Amen.


Gebet ist der direkte Draht zu Gott, Sora, prompted by ChatGPT
Gebet ist der direkte Draht zu Gott, Sora, prompted by ChatGPT

Translate
Consent Management Platform von Real Cookie Banner