
Schön, dass wir diesen Moment gemeinsam beginnen.
„Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“
Sprüche 3,5
Es gibt Situationen, in denen wir alles verstehen möchten. Wir wägen Möglichkeiten ab, suchen nach Lösungen und möchten möglichst nichts falsch machen. Doch je länger wir nachdenken, desto größer werden manchmal die Zweifel. Unser Verstand ist ein wertvolles Geschenk Gottes. Aber er stößt an Grenzen. Nicht alles lässt sich berechnen oder kontrollieren.
Genau hier setzt die Weisheit aus dem Buch der Sprüche an. Sie fordert nicht dazu auf, den Verstand auszuschalten. Sie lädt vielmehr dazu ein, Gott mehr zu vertrauen als den eigenen Möglichkeiten. Vertrauen bedeutet, den nächsten Schritt zu gehen, obwohl noch nicht alle Antworten sichtbar sind.


Viele Jahrhunderte später greift der Apostel Petrus diesen Gedanken auf. Er schreibt an Christen, die unter Druck stehen und nicht wissen, wie ihre Zukunft aussieht. Er macht ihnen Mut mit einem Satz, der bis heute trägt:
„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
1. Petrus 5,7
Das ist keine Vertröstung. Petrus erinnert daran, dass wir unsere Lasten nicht allein tragen müssen. Gott kennt unsere Fragen, unsere Ängste und auch das, was wir niemandem erzählen. Er lädt uns ein, ihm alles anzuvertrauen, weil wir ihm wichtig sind.
Vertrauen wächst oft nicht in den einfachen Zeiten, sondern mitten in den Herausforderungen. Es entsteht, wenn wir erleben, dass Gott auch dann treu bleibt, wenn wir den Weg noch nicht vollständig sehen. Vielleicht verändert sich die Situation nicht sofort. Aber unser Herz kann ruhig werden, weil wir wissen, wer mit uns geht.
So möchte ich jetzt gemeinsam mit dir beten.

Herr, ich danke dir, dass ich dir vertrauen darf, auch wenn ich nicht alles verstehe. Du kennst meinen Weg besser als ich selbst und siehst, was vor mir liegt.
Hilf mir, mich nicht nur auf meine eigenen Gedanken und Möglichkeiten zu verlassen. Schenke mir den Mut, den nächsten Schritt mit dir zu gehen und dir mein Leben neu anzuvertrauen.
Ich lege meine Sorgen in deine Hände. Alles, was mich belastet, was mir Angst macht oder den Schlaf raubt, darf bei dir zur Ruhe kommen. Danke, dass du für mich sorgst und mich niemals aus den Augen verlierst.
Erfülle mein Herz mit deinem Frieden. Lass mein Vertrauen jeden Tag wachsen und hilf mir, deine Nähe auch dann zu erkennen, wenn der Weg ungewiss erscheint.
Durch Jesus Christus weiß ich: Du gehst mit mir. Heute, morgen und an jedem neuen Tag.
Amen.
