795 – Von innen sauber leben

795 – Von innen sauber leben

Willkommen zur dritten Andacht über Lukas 11 – schön, dass ihr wieder mit dabei seid, liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Leserinnen und Leser.

In den letzten beiden Folgen ging es ums Beten: Wie wir zu Gott sprechen dürfen wie zu einem Vater, und wie wir lernen können, beharrlich zu bitten. Heute aber schwenkt Jesus plötzlich das Thema. Und es wird – sagen wir mal – deutlich. Denn jetzt geht es darum, wie wir leben. Was wir aus dem machen, was wir gehört und gebetet haben.

Und wie so oft beginnt Jesus nicht mit einem System, sondern mit einem Moment.

Da ruft eine Frau aus der Menge: „Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brust, an der du gesogen hast.“ Eine spontane Bewunderung. Vielleicht so etwas wie: „Was für eine Mutter, die so einen Sohn hatte!“ Aber Jesus antwortet anders, als man erwarten würde:

„Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.“
Lukas 11,28

Jesus sagt: Nicht nur hören. Nicht nur staunen. Nicht nur weiterleiten. Sondern bewahren. Festhalten. Leben.

Und dann kommt er auf das Licht zu sprechen:

„Niemand zündet ein Licht an und stellt es dann in einen Winkel oder unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden das Licht sehen können. Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.“
Lukas 11,33–34

Ein starkes Bild. Dein Auge bestimmt, was du wahrnimmst – und was in dich hineinkommt. Wer mit einem klaren Blick lebt, lebt heller. Wer dagegen zynisch, gierig, neidisch schaut – dessen Inneres verdunkelt sich. Und irgendwann merkt man’s nicht mehr.

Wenn es innen anders aussieht, als man vorgibt, Sora, prompted by ChatGPT
Wenn es innen anders aussieht, als man vorgibt, Sora, prompted by ChatGPT

Jesus ruft uns dazu auf, ehrlich mit uns selbst zu sein. Er stellt keine religiösen Regeln auf – sondern fordert innere Wahrhaftigkeit. Und dann – als er bei einem Pharisäer eingeladen ist – wird es direkt:

„Ihr Pharisäer reinigt das Äußere des Bechers und des Tellers; euer Inneres aber ist voller Raub und Bosheit. Ihr Narren! Hat nicht, der das Äußere geschaffen hat, auch das Innere gemacht?“
Lukas 11,39–40

Jesus und die Pharisäer, Sora, prompted by ChatGPT
Jesus und die Pharisäer, Sora, prompted by ChatGPT

Autsch. Diese Worte treffen. Jesus sagt: Ihr seid von außen top. Aber innen – da ist Chaos. Das klingt wie: Hauptsache der Instagram-Account glänzt, auch wenn die Seele leidet. Hauptsache das Lächeln sitzt, auch wenn drinnen die Hoffnung fehlt.

Was wäre, wenn wir unsere Gedanken und Motive genauso pflegen würden wie unser Äußeres? Wenn wir so viel Zeit ins Herz investieren würden wie in die Fassade?

Jesus will keine perfekten Menschen – aber ehrliche. Keine Show – sondern Echtheit. Keine äußere Religion – sondern ein Inneres, das mit Gott verbunden ist.

Ich erinnere mich an eine Geschichte von einem Jungen, der seiner Mutter half, den Tisch zu decken. Die Teller blitzten. Die Gläser standen perfekt. Alles sah gut aus – bis ein Gast fragte: „Hast du auch innen gespült?“ Der Junge wurde rot. Nein. Er hatte nur außen sauber gemacht.

Junge säubert Glas, Sora, prompted by ChatGPT
Junge säubert Glas, Sora, prompted by ChatGPT

So ist das manchmal mit unserem Leben. Es glänzt von außen – aber innen? Das können wir nicht immer allein sauber kriegen. Aber wir können Jesus bitten, es zu tun.

Denn genau dafür ist er gekommen: Nicht, um dein Äußeres zu bewundern, sondern um dein Inneres zu heilen.


Jesus, du siehst tiefer, als jeder andere.

Du kennst mein Herz.

Ich bitte dich: Mach mich innen sauber.

Hilf mir, dein Wort nicht nur zu hören, sondern zu leben.

Schenk mir ein Auge, das das Gute sucht.

Und ein Herz, das hell bleibt.

Amen!


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