1019 – Ich bin die Tür

1019 – Ich bin die Tür

Sommerreihe: Die Ich-bin-Worte Jesu (3/7)
Jesus als Hirte vor der Tür, ChatGPT
Jesus als Hirte vor der Tür, ChatGPT

Danke, dass du heute wieder mitliest.

Gestern haben wir darüber nachgedacht, dass Jesus das Licht der Welt ist. Sein Licht zeigt nicht den ganzen Weg auf einmal, aber es schenkt Orientierung für den nächsten Schritt. Heute verwendet Jesus ein weiteres Bild aus dem Alltag seiner Zuhörer. Er sagt: „Ich bin die Tür.“

„Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“
Johannes 10,9

Eingang ins Zuhause, ChatGPT
Eingang ins Zuhause, ChatGPT

Für viele von uns ist eine Tür etwas Alltägliches. Wir öffnen sie, gehen hindurch und denken kaum darüber nach. Zur Zeit Jesu war eine Tür jedoch mehr als ein Eingang. Sie bedeutete Schutz. Wer innerhalb des Schafstalls war, war vor wilden Tieren und Räubern sicher.

Manchmal legte sich der Hirte nachts sogar selbst quer in den Eingang. Es gab keine hölzerne Tür. Der Hirte wurde zur Tür. Kein Schaf konnte hinaus, ohne an ihm vorbeizugehen, und kein Feind konnte eindringen, ohne ihm zu begegnen.

Mit diesem Bild beschreibt Jesus sich selbst.

Er sagt nicht: „Ich kenne eine Tür.“

Er sagt nicht: „Ich zeige euch den Eingang.“

Er sagt: „Ich bin die Tür.“

Damit macht Jesus deutlich, dass der Weg zu Gott nicht in erster Linie aus religiösen Leistungen besteht. Es geht nicht darum, sich Gottes Liebe zu verdienen oder irgendwann gut genug zu sein. Jesus selbst öffnet den Zugang. Wer ihm vertraut, findet Heimat, Sicherheit und neues Leben.

Viele Menschen verbringen viel Kraft damit, sich ständig beweisen zu müssen. Im Beruf. In der Familie. Vor anderen Menschen. Manchmal sogar vor Gott.

Jesus nimmt diesen Druck weg.

Das erste Mal in einer Kirche - die Tür steht offen, ChatGPT
Das erste Mal in einer Kirche – die Tür steht offen, ChatGPT

Er lädt uns nicht zu einem Wettbewerb ein, sondern zu einer Beziehung. Wer durch diese Tür geht, muss keine Maske tragen. Er darf kommen, wie er ist – mit seinen Fragen, seinen Fehlern und seiner Geschichte.

Bemerkenswert ist auch das Versprechen Jesu: „Er wird ein- und ausgehen und Weide finden.“

Das beschreibt Freiheit. Jesus sperrt niemanden ein. Seine Nähe macht das Leben nicht enger, sondern weiter. Wer ihm gehört, darf geborgen leben und mutig seinen Alltag gestalten.

Vielleicht fragst du dich, ob Gott dich wirklich annimmt.

Dann höre heute auf die Einladung Jesu. Die Tür steht offen. Nicht weil du alles richtig gemacht hast, sondern weil Christus sie selbst geöffnet hat.

Mit dieser Zusage wollen wir gemeinsam beten.

Tür zur Essenausgabe für Bedürftige, ChatGPT
Tür zur Essenausgabe für Bedürftige, ChatGPT

Jesus Christus,

du bist die Tür zum Leben.

Danke, dass ich mich deiner Liebe nicht erst würdig machen muss.

Du kennst mein Herz und lädst mich trotzdem ein.

Hilf mir, dir zu vertrauen, wenn ich an mir selbst zweifle.

Bewahre mich dort, wo Gefahren meinen Glauben bedrohen.

Schenke mir den Mut, durch die Tür zu gehen, die du geöffnet hast.

Lass mich die Freiheit entdecken, die aus deiner Nähe wächst.

Und gebrauche mein Leben, damit auch andere deine offene Einladung erkennen.

Danke, dass du mir den Weg zum Vater öffnest.

Amen.

Morgen hören wir das vierte Ich-bin-Wort Jesu: „Ich bin der gute Hirte.“ Wir entdecken, warum Jesus seine Menschen nicht nur kennt, sondern jeden Einzelnen mit Liebe führt.

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