863 – Woran hängt dein Herz?

863 – Woran hängt dein Herz?

Abenddämmerung, Sora, prompted by ChatGPT
Abenddämmerung, Sora, prompted by ChatGPT

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde des Wortes Gottes,

wenn wir heute den Blick in Lukas 12 richten, dann staunen wir über die Vielfalt dessen, was Jesus uns hier sagt. Es ist ein Kapitel, das uns herausfordert – herausfordert in unserem Denken, in unserem Glauben und in unserer täglichen Lebensgestaltung.

Jesus spricht zu seinen Jüngern und zu der Volksmenge, und gleich zu Beginn warnt er eindringlich:

„Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welcher die Heuchelei ist!“
Lukas 12,1 

Dieses Bild vom Sauerteig entlarvt die Gefahr, die nicht nur damals, sondern auch heute in uns selbst stecken kann: Wir tun so, als ob, aber in Wahrheit dreht sich vieles um uns selbst und um unser gutes Image.

Jesus führt weiter:

„Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet.“
Lukas 12,22‑23 

Diese Worte treffen mitten hinein in unser alltägliches Leben. Wie oft kreisen unsere Gedanken um die Zukunft? Wie sehr bestimmen Geld, Sicherheit und Besitz unser Handeln? Jesus spricht hier eine tiefgreifende Wahrheit an: Unser Leben hängt nicht von dem ab, was wir besitzen, sondern davon, wem wir vertrauen.

In diesem Zusammenhang erzählt Jesus das Gleichnis vom reichen Narren. Dieser Mann hat ein gutes Jahr, seine Scheunen platzen vor Vorräten, und er überlegt: Was soll ich nur mit dem ganzen Überfluss tun?

„Und er sagte: ›So will ich’s machen‹ … und sprach zu seiner Seele: Seele, du hast viele Güter auf viele Jahre; ruh dich aus, iss, trink, sei fröhlich! Gott aber sprach zu ihm: Du Narr!“
Lukas 12,18‑20 

Was für ein scharfer Kontrast: Der Mann spricht mit seiner Seele, als hätte er sie in der Hand. Doch plötzlich unterbricht Gott selbst diesen inneren Monolog. Und was Gott sagt, hat Gewicht: „Du Narr!“ – nicht weil der Mann reich war, sondern weil er plante, ohne Gott einzuplanen. Weil er glaubte, Sicherheit liege im Besitz – und nicht in Gottes Hand.

Das Gleichnis vom reichen Narren, Sora, prompted by ChatGPT
Das Gleichnis vom reichen Narren, Sora, prompted by ChatGPT

Jesus fährt in seiner Rede an die Jünger fort und bringt es auf den Punkt:

„Verkauft euer Hab und Gut und gebt Almosen; macht euch Geldbeutel, die nicht veralten … wo kein Dieb sich naht und keine Motte zerstört.“
Lukas 12,33 

Diese Aufforderung klingt radikal – und sie ist es auch. Denn Jesus lenkt unseren Blick weg von den vergänglichen Dingen des Alltags hin zu dem unvergänglichen Schatz, den Gott selbst bereithält. Und dann sagt er einen Satz, der wie ein Schlüssel das Herz aufschließt: Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

Eine junge Frau reicht einem Obdachlosen Kleidung und Essen, Sora, prompted by ChatGPT
Eine junge Frau reicht einem Obdachlosen Kleidung und Essen, Sora, prompted by ChatGPT

Jesus spricht zu seinen Jüngern wie zu uns: Wir sollen nicht leben für die Angst vor morgen, sondern in der Zuversicht, dass unser himmlischer Vater uns versorgt. „Seid vielmehr dankbar für jeden Augenblick, in dem ihr treu seid“, könnte man diesen Gedanken weiterdenken. Denn Vertrauen auf Gott heißt nicht, sorglos zu leben – es heißt, dass wir unsere Ängste und unser Suchen nach Sicherheit in seine Hände legen.

Am Ende dieser reichen Lehre steht die Mahnung zur Wachsamkeit:

„Seid bereit! Denn zu einer Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Menschensohn.“
Lukas 12,40 

Jesus fordert uns auf, in jedem Moment unseres Lebens wach zu sein – nicht ängstlich, sondern aufmerksam auf Gottes Ruf, bereit zu handeln und zu dienen.

Diese Worte Jesu sind nichts weniger als ein Weckruf: Was ist wirklich wichtig in deinem Leben? Woran hängt dein Herz? An Besitz, Macht oder an Gottes Reich, das ewig Bestand hat?

Bibellesen am Küchentisch, Sora, prompted by ChatGPT
Bibellesen am Küchentisch, Sora, prompted by ChatGPT

Liebe Leserinnen und Leser, lassen auch wir unser Leben von dieser tiefen, geistlichen Weisheit prägen. Jesus lädt uns ein, ihm zu vertrauen, seine Nähe zu suchen und unser Herz dorthin zu legen, wo wahres Leben zu finden ist.

Translate
Consent Management Platform von Real Cookie Banner