1020 – Ich bin der gute Hirte

1020 – Ich bin der gute Hirte

Sommerreihe: Die Ich-bin-Worte Jesu (4/7)
Jesus führt eine Herde Schafe über einen steinigen Hügel in Galiläa, ChatGPT
Jesus führt eine Herde Schafe über einen steinigen Hügel in Galiläa, ChatGPT

Willkommen zu einem neuen geistlichen Impuls.

Gestern haben wir darüber nachgedacht, dass Jesus die Tür ist. Er öffnet den Weg zu Gott und lädt jeden Menschen ein, zu ihm zu kommen. Heute erfahren wir, warum wir ihm dieses Vertrauen schenken können. Jesus sagt nicht nur, dass wir zu ihm gehören dürfen – er übernimmt auch Verantwortung für uns.

„Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“
Johannes 10,11

Zur Zeit Jesu gehörten Hirten zum Alltag. Sie führten ihre Herden zu Wasserstellen und frischen Weiden, kannten gefährliche Wege und schützten die Tiere vor wilden Tieren oder Räubern. Gute Hirten blieben auch dann verantwortlich, wenn es dunkel wurde. Ihre Aufgabe endete nicht mit dem Sonnenuntergang.

Jesus greift genau dieses Bild auf.

Er sagt nicht: „Ich bin ein Hirte.“

Er sagt: „Ich bin der gute Hirte.“

Der Unterschied ist entscheidend. Ein bezahlter Hirte konnte fliehen, wenn Gefahr drohte. Er verlor im schlimmsten Fall seinen Arbeitsplatz. Der gute Hirte dagegen blieb. Er setzte sogar sein eigenes Leben ein, um seine Schafe zu retten.

Ein Hirte passt auf, dass kein Lamm verloren geht, ChatGPT
Ein Hirte passt auf, dass kein Lamm verloren geht, ChatGPT

Genau das hat Jesus getan.

Er spricht hier nicht nur in Bildern. Wenig später geht er freiwillig den Weg ans Kreuz. Dort gibt er sein Leben, damit wir leben können. Seine Liebe besteht nicht aus schönen Worten, sondern aus einer Tat, die alles verändert.

Vielleicht fühlst du dich manchmal übersehen. Vielleicht hast du den Eindruck, in der Menge unterzugehen oder für niemanden wirklich wichtig zu sein.

Jesus widerspricht diesem Gedanken.

Wenige Verse später sagt er: „Ich kenne die Meinen.“ Für ihn bist du keine Nummer. Er kennt deine Geschichte, deine Fragen, deine Freude und deine Verletzungen. Er kennt sogar die Dinge, die du vor anderen Menschen verbirgst – und trotzdem wendet er sich dir liebevoll zu.

Eine Pflegerin hört zu, ChatGPT
Eine Pflegerin hört zu, ChatGPT

Ein guter Hirte drängt seine Schafe nicht vor sich her. Er geht voraus. Die Herde folgt seiner Stimme, weil sie ihm vertraut.

So lädt Jesus auch uns ein. Er führt nicht mit Druck oder Angst. Er ruft. Er begleitet. Er bleibt.

Vielleicht brauchst du heute genau diese Zusage: Du musst deinen Weg nicht allein finden und nicht allein gehen. Der gute Hirte kennt den Weg – und er kennt dich.

Darauf dürfen wir jetzt gemeinsam antworten.

Jesus Christus,

du bist der gute Hirte.

Danke, dass du mich kennst, wie kein anderer Mensch mich kennt.

Danke, dass ich dir nicht gleichgültig bin.

Wenn ich mich verirre, suche mich.

Wenn ich müde werde, gib mir neue Kraft.

Wenn Angst mein Herz erfüllt, erinnere mich daran, dass du bei mir bist.

Lehre mich, deiner Stimme mehr zu vertrauen als den vielen Stimmen um mich herum.

Führe mich auf guten Wegen und mache auch mich zu einem Menschen, der anderen mit Liebe und Geduld begegnet.

Danke, dass deine Liebe niemals aufgibt.

Amen.

Morgen hören wir das fünfte Ich-bin-Wort Jesu: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Gemeinsam entdecken wir, warum Jesus selbst dort Hoffnung schenkt, wo Menschen nur noch das Ende sehen.

Translate
Consent Management Platform von Real Cookie Banner