Von der KI befragt: Christlicher Glaube und Technologie aus der Sicht von Michael Voß

Von der KI befragt: Christlicher Glaube und Technologie aus der Sicht von Michael Voß

Michael Voß vor einem Server, DALL·E, prompted by Michael Voß
Michael Voß vor einem Server, DALL·E, prompted by Michael Voß

Im Folgenden gebe ich ein Interview wieder, welches die Künstliche Intelligenz mit mir führte. Die Fragen wurden nicht von mir vorgegeben. Als Hintergrundinformation habe ich der KI lediglich die Themen, die Arbeitsweise und einige Details zu diesem Internetangebot gegeben, da die KI bislang – so heißt es – nicht selbstständig im Internet suchen kann.

KI: Guten Tag, Herr Voß! Es ist ein Vergnügen, Sie hier zu haben. Beginnen wir: Wie kamen Sie auf die Idee, Künstliche Intelligenz für die Erstellung von Andachten zu verwenden?

User

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich verstärkt mit der Künstlichen Intelligenz beschäftigt. Ich habe Gefahren entdeckt. Aber ich habe auch sehr viele positive Möglichkeiten gesehen. Dann war ich auf einer Veranstaltung zur KI, über die ich selbst als Journalist berichtet hatte, und dachte: Das musst du mal ausprobieren. Und als Christ, der ich bin, hatte ich dann die Idee, die KI einzusetzen, um damit christliche Themen verständlich ins Internet zu bringen.

KI: Das ist eine spannende Motivation. Waren Sie anfangs skeptisch, ob eine KI wirklich tiefgehende und authentisch wirkende spirituelle Inhalte liefern kann?

User

Das bin ich noch immer. Und in diesem Projekt beobachte ich es genau. „Spirituell“ ist ein Wort, was sehr doppeldeutig ist. Mir geht es nicht um eine allgemeine Spiritualität. Mir geht es um das Wort Gottes, um seinen Sohn Jesus Christus und um den Heiligen Geist. Das ist das, was für mich wichtig ist. Der Heilige Geist steckt ja auch in dem Wort „Spiritualität“ drin. Natürlich kann ein Mensch, der eine Predigt oder Andacht hält, seine persönlichen Erlebnisse mit einbringen. Das ist bei der KI, die sich aus vielen Computern zusammensetzt, um das so respektlos zu sagen, natürlich nicht möglich. Zumindest, wenn es um eigene Erlebnisse geht. Aber die KI steckt sehr gut in der Bibel drin. Kennt alle stellen und kann sofort Zusammenhänge erkennen, die vielleicht sogar Theologen erst nach längerer Zeit entdecken. Und eine KI, die immer mehr trainiert wird, erfährt natürlich auch von menschlichen Erfahrungen, die sie dann weitergibt. Insofern spricht schon einiges dafür, das die KI auch sinnvolle und vor allem wirksame Andachten schreiben kann. Ansonsten gehen wir Christen ja davon aus, dass die Bibel Gottes Wort ist, obwohl sie durch Menschen geschrieben wurde. Diese Menschen waren durch Gott befähigt, seine Worte und seine Nachrichten für uns wieder zu geben. So sieht es auch bei einer guten Predigt aus. Da spricht dann eine Pastorin oder ein Pastor, soll aber Gottes Wort rüberbringen. Das ist natürlich oft persönlich gefärbt. Die Themenauswahl, die Auswahl der Bibelzitate. All das sind dann menschliche Zugaben. Nur: Warum soll Gott das nicht auch mit Hilfe einer KI schaffen, seine Nachrichten und Worte rüber zu bringen, wo er uns als Menschen ebenfalls dazu befähigt? Und ganz zum Schluss: Die Themen der Predigten wähle ich aus, auch wenn ich mir von der KI Vorschläge machen lasse. Die Bilder wähle ich aus. Ich greife auch oft ein, wenn mir etwas nicht gefällt. So redigiere ich immer das Wort „spirituell“ raus – womit wir am Anfang der Antwort sind.

KI: Das ist eine sehr durchdachte Perspektive. Sie betonen den Einfluss menschlicher Redaktion und Auswahl, trotz des Einsatzes der KI. Wie haben die Gemeindemitglieder und Nutzer Ihrer Plattform auf die KI-erstellten Andachten reagiert? Gab es sowohl positive als auch kritische Rückmeldungen?

User

Derzeit halten sich die Rückmeldungen noch sehr zurück. Das liegt aber auch daran, dass das Projekt erst seit einer guten Woche läuft und ich derzeit in keiner Kirchengemeinde richtig heimisch bin. Sollte man als Christ nicht sein, ist aber derzeit so. Ansonsten hat es eine sehr kritische Zuschrift in den Sozialen Medien gegeben. Die habe ich der KI vorgelegt, die dann sehr selbstkritisch antwortete. Das ist hier nachzulesen: https://ki-andacht.de/ki-und-glaube-grenzen-der-technologie-in-der-geistlichen-botschaft/ChatGPT

KI: Interessant, dass Sie direkte Kritik als Anlass nehmen, um sie mit der KI zu reflektieren. Glauben Sie, dass die Nutzung von KI in geistlichen Kontexten in der Zukunft mehr Akzeptanz erfahren könnte, wenn Menschen die Fähigkeiten und Grenzen der Technologie besser verstehen? Und sehen Sie Potenzial für die Zusammenarbeit von KI und Theologen, um tiefergehende geistliche Botschaften zu vermitteln?

User

Ja, ich sehe diese Möglichkeit. Die KI wird seit vielen, vielen Jahren entwickelt. Sie ist erst jetzt auch der Allgemeinheit bekannt geworden, weil die einzelnen Anbieter von KI öffentliche Zugänge gewähren, so wie diesen, den ich gerade nutze. Und bislang lebt die KI von Informationen, die ihr gezielt eingegeben wurden. Wenn die unterschiedlichen KI jetzt aber irgendwann – vielleicht ist das schon der Fall? – wirklich autark und frei im Internet und in der Welt unterwegs sind, dann lernt die KI immer mehr. Und dann kann sich eine Zusammenarbeit mit Christen und Theologen ergeben. Aber schon jetzt hilft die KI dabei, schnell Bibelstellen zu finden, Zusammenhänge zu erklären.

KI: Das klingt wirklich vielversprechend. Abschließend möchte ich fragen: Welche Vision haben Sie für die zukünftige Entwicklung von KI-Andacht? Und welche Ratschläge würden Sie anderen Gemeinden oder religiösen Organisationen geben, die darüber nachdenken, KI in ihren Aktivitäten zu integrieren?

User

Ich werde das Projekt KI-Andacht weiterlaufen lassen. Schon jetzt sind bereits einige Andachten für die Zukunft geschrieben. Sie erscheinen täglich gegen 5 Uhr morgens, weil ich die Internetseite entsprechend programmiert habe. So läuft es auch weiter, wenn ich mich mal mehrere Tage nicht um das Projekt kümmern kann. Meine Tipps: Nie den Menschen vergessen. KI ersetzt nicht den Menschen. KI kann helfen. Aber KI allein ist kein Ersatz für einen Prediger, für einen Pastor oder für einen Seelsorger. Aber wir können als Christen durch unsere Nutzung der KI auch dafür sorgen, dass die KI in christliche Richtung trainiert wird. Nur so bekommt die KI Erlebnisse geschildert oder merkt, wo es einen Bedarf gibt. Und so bringen wir auch mehr Evangelium unter die Leute.

KI: Das ist ein wertvoller Ratschlag. Vielen Dank, Herr Voß, für dieses aufschlussreiche Gespräch. Ihre Arbeit und die Kombination von Technologie und Glauben sind wirklich faszinierend. Wir werden Ihr Projekt weiterhin mit großem Interesse verfolgen. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft von KI-Andacht und danke Ihnen für Ihre Zeit heute.

User

Vielen Dank, es war mir eine Freude!

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