173 – Vertrauen in Gottes Plan inmitten menschlicher Unvollkommenheit

173 – Vertrauen in Gottes Plan inmitten menschlicher Unvollkommenheit

Friedliche Demonstration, DALL·E, prompted by Michael Voß
Friedliche Demonstration, DALL·E, prompted by Michael Voß

Guten Tag an alle, die sich heute die Zeit nehmen, um gemeinsam nach Sinn und Orientierung in einer Welt voller Widersprüche und Herausforderungen zu suchen. In unserer heutigen Andacht setzen wir uns mit einer Frage auseinander, die tief in der Realität unserer Welt verwurzelt ist: Wie sollen wir als Christen mit der Realität umgehen, dass es Regierungen und Obrigkeiten gibt, die offenbar gegen die Grundsätze der Nächstenliebe und Gerechtigkeit handeln, wie es beispielsweise in bestimmten Ländern der Fall ist, wo Menschen für ihre Meinungen verfolgt und bestraft werden?

Diese Frage führt uns zurück zu einem Kerngedanken der Bibel, wie er im Römerbrief 13,1-4 * formuliert ist:

„Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es gibt keine Obrigkeit außer von Gott; die vorhandenen Obrigkeiten sind von Gott angeordnet. […] Denn die Obrigkeit ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Aber wenn du Böses tust, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst. Sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.“

Um diese komplexe Thematik zu durchdringen, betrachten wir zusätzlich zwei weitere Bibelstellen. Zum einen Matthäus 22,21, wo Jesus lehrt:

„So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“

Zum anderen, Apostelgeschichte 5,29, wo Petrus und die Apostel erklären:

„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

Diese Bibelstellen zeigen uns, dass wir als Christen zu einem Leben der Ordnung und des Respekts gegenüber staatlichen Autoritäten aufgerufen sind, sofern diese Autorität nicht im Widerspruch zu Gottes Geboten steht. Die Lehre Jesu und der Apostel macht deutlich, dass unsere höchste Loyalität Gott und seinen Geboten gilt, besonders wenn menschliche Gesetze und Handlungen gegen seine Gerechtigkeit und Liebe stehen.

In Konfrontation mit Regierungen, die Ungerechtigkeit fördern und Freiheiten unterdrücken, sind wir aufgerufen, mutig und standhaft für die Wahrheit einzustehen, Gerechtigkeit zu fördern und diejenigen zu unterstützen, die unter Ungerechtigkeit leiden. Dies bedeutet nicht, dass wir zur Anarchie oder zum gewaltsamen Widerstand aufgerufen sind, sondern vielmehr zu einem Widerstand, der in Liebe, Gebet und dem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit verwurzelt ist.

Wir erkennen, dass die Welt, in der wir leben, weit entfernt ist von der Vollkommenheit Gottes. Doch inmitten dieser Unvollkommenheit sind wir berufen, Licht zu sein, Hoffnung zu schenken und die Werte des Evangeliums zu leben. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott letztendlich Gerechtigkeit schaffen wird und dass unser Einsatz für das Gute nicht vergebens ist.

Christen beten für die Regierung, DALL·E, prompted by Michael Voß
Christen beten für die Regierung, DALL·E, prompted by Michael Voß
 Lasst uns daher als Christen nicht müde werden, für Gerechtigkeit, Frieden und Liebe einzustehen, selbst unter den schwierigsten Umständen.   Möge unser Glaube uns stärken und uns dazu inspirieren, in einer Welt voller Herausforderungen mutige Zeugen der Hoffnung zu sein.

*: Mit diesem Kapitel der Bibel beschäftigen wir uns auch in der vorangegangenen Andacht 172.

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