203 – Wie geht man mit anderen Religionen um? Ist alles der gleiche Gott?

203 – Wie geht man mit anderen Religionen um? Ist alles der gleiche Gott?

Menschen unterschiedlicher Religionen sind miteinander im Gespräch, DALL·E, prompted by Michael Voß
Menschen unterschiedlicher Religionen sind miteinander im Gespräch, DALL·E, prompted by Michael Voß

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Zuhörende,

in unserer Welt treffen viele Kulturen und Glaubensrichtungen aufeinander. Diese Vielfalt ist eine Bereicherung, kann aber auch zu Fragen führen, wie wir mit den Glaubensüberzeugungen anderer umgehen sollen. Besonders im Christentum gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, wie wir andere Religionen betrachten und ob wir alle an denselben Gott glauben.

Zunächst möchte ich aus der Bibel zitieren, um einen Rahmen für unsere Überlegungen zu schaffen. In der Apostelgeschichte 17,26-27 heißt es:

„Und er hat aus einem Blut alle Nationen der Menschen gemacht, zu wohnen auf dem ganzen Erdboden, und hat bestimmte Zeiten gesetzt und die Grenzen ihrer Wohnplätze bestimmt, damit sie Gott suchen sollten, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden könnten; obgleich er nicht fern von einem jeden unter uns ist.“

Diese Passage erinnert uns daran, dass Gott jeden Menschen geschaffen hat und jedem die Möglichkeit gibt, ihn zu finden. Sie betont auch, dass Gott „nicht fern von einem jeden unter uns ist“, was darauf hindeutet, dass unsere Suche nach dem Göttlichen eine persönliche und nahe Erfahrung ist.

Jesus ist nach eigenen Worten der Weg zu Gott, DALL·E, prompted by Michael Voß
Jesus ist nach eigenen Worten der Weg zu Gott, DALL·E, prompted by Michael Voß

In einem weiteren wichtigen Vers, Johannes 14,6, sagt Jesus:

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Diese Aussage macht deutlich, dass im Christentum Jesus Christus als der einzige Weg zu Gott angesehen wird. Dies kann als Unterscheidungsmerkmal zu anderen Religionen verstanden werden, die andere Wege und Vorstellungen vom Göttlichen haben.

Der Umgang mit anderen Religionen erfordert von uns daher Respekt und Liebe. Paulus ermahnt uns in Epheser 4,32:

„Seid aber zueinander gütig, herzlich, vergebt einander, wie auch Gott in Christus euch vergeben hat.“

Auch wenn wir fundamentale Unterschiede in unseren Glaubensüberzeugungen erkennen, sind wir aufgerufen, einander mit Güte und Verständnis zu begegnen.

Es ist wichtig, im Dialog mit Angehörigen anderer Religionen zu bleiben, dabei unsere eigene Glaubensüberzeugung nicht zu verleugnen, aber auch nicht abwertend über die Überzeugungen anderer zu sprechen. Wir können von anderen lernen und gleichzeitig Zeugen unseres eigenen Glaubens sein.

Abschließend möchte ich betonen, dass der christliche Glaube uns auffordert, mit Liebe und Respekt gegenüber allen Menschen zu handeln, unabhängig von ihrem Glauben. Lasst uns diese Gelegenheit nutzen, Brücken zu bauen, und dabei unsere eigene Beziehung zu Gott durch Jesus Christus festigen.

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