40 – Die Zeit durch die Augen der Bibel

40 – Die Zeit durch die Augen der Bibel

Kirchturmuhr, DALL·E, prompted by Michael Voß
Kirchturmuhr, DALL·E, prompted by Michael Voß

Liebe Gemeinde,

die Frage nach der Zeit ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Uhr tickt unaufhörlich weiter, die Tage fliegen vorbei, die Jahre ziehen ins Land. Doch wie definiert die Bibel Zeit? Und wie unterscheidet sich Gottes Zeitvorstellung von unserer?

Beginnen wir mit der Bibel. Eines der bekanntesten Zitate zu diesem Thema findet sich im 2. Petrusbrief:

„Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag.“

2. Petrus 3,8

Dieser Vers zeigt, dass Gottes Zeitempfinden und unser menschliches Zeitempfinden nicht identisch sind. Für Gott ist die Zeit relativ und nicht so linear und begrenzt, wie wir Menschen sie wahrnehmen. Er steht außerhalb der Zeit, die wir kennen.

Ein weiterer faszinierender Vers steht im in den Psalmen:

„Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.“

Psalm 90,4

Auch hier wird betont, dass Gottes Zeitverständnis anders ist als unseres.

Die Gefahr in unserer menschlichen Erfahrung liegt darin, dass unsere begrenzte Zeitvorstellung uns oft einengt. Wir setzen uns unter Druck, weil wir glauben, dass uns die Zeit davonläuft. Wir sorgen uns um unsere Zukunft und bedauern unsere Vergangenheit. Doch Gott erinnert uns daran, dass er über der Zeit steht. Er kennt Anfang und Ende und alles, was dazwischen liegt.

Jetzt könnten einige fragen: „Was sagen denn wissenschaftliche Untersuchungen dazu?“

Albert Einstein mit Uhr, DALL·E, prompted by Michael Voß
Albert Einstein mit Uhr, DALL·E, prompted by Michael Voß

Die Relativitätstheorie von Albert Einstein hat gezeigt, dass Zeit nicht absolut ist. Sie ist relativ und kann durch Geschwindigkeit und Gravitation beeinflusst werden. Dies ist ein faszinierendes Konzept, das zeigt, dass selbst in der Natur, in der Schöpfung, Zeit nicht fest und unveränderlich ist, wie wir oft denken.

Wenn wir also durch diese beengende Vorstellung von Zeit eingeengt werden, erinnern wir uns an Gottes Wort und die Wissenschaft, die beide zeigen, dass Zeit flexibel und relativ ist.

Was bedeutet das nun für unser Leben?

  1. Vertrauen: Selbst wenn wir uns in der Dringlichkeit eines Moments verfangen fühlen, können wir darauf vertrauen, dass Gott die Kontrolle hat. Er kennt unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft.
  2. Geduld: Wir sollten lernen, geduldig zu sein. Gottes Timing ist perfekt. Auch wenn wir Antworten oder Veränderungen sofort wollen, erinnern wir uns daran, dass Gott weiß, was am besten für uns ist und wann es am besten für uns ist.
  3. Hoffnung: Unsere begrenzte Zeit auf Erden ist nur ein Wimpernschlag im Vergleich zur Ewigkeit. Das gibt uns Hoffnung auf das, was noch kommt, und lässt uns unsere momentanen Sorgen in einem größeren Kontext sehen.

Liebe Gemeinde, lasst uns diese Erkenntnisse umarmen. Lasst uns unsere Sorgen und Ängste loslassen und darauf vertrauen, dass Gottes Timing perfekt ist. Er steht über der Zeit und er hält uns in seiner Hand. Amen.

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