156 – Wachsamkeit im Glauben: Ein Kompass in der Welt der Irrlehren

156 – Wachsamkeit im Glauben: Ein Kompass in der Welt der Irrlehren

Irrlehren führen von Jesus Christus weg, DALL·E, prompted by Michael Voß
Irrlehren führen von Jesus Christus weg, DALL·E, prompted by Michael Voß

Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, liebe Leserinnen und Leser,

in einer Welt, die von Informationen überflutet wird, in der Meinungen und Überzeugungen so vielfältig wie die Sterne am Himmel sind, spricht der Apostel Paulus im Brief an die Kolosser, insbesondere im zweiten Kapitel, Vers 8, eine zeitlose Warnung aus:

„Seht zu, dass euch niemand durch Philosophie und leeren Betrug gefangen nimmt, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht nach Christus.“

Was bedeutet diese Warnung für uns heute? Paulus spricht von „Irrlehren“, von Gedanken und Ideologien, die uns von dem abbringen können, was im Kern unseres Glaubens und unserer Überzeugungen steht. Er mahnt uns, wachsam zu sein gegenüber Lehren, die sich zwar weise und überzeugend anhören mögen, aber letztlich nicht auf Christus gründen.

Um diese Warnung zu verstehen, müssen wir uns klarmachen, dass Wissen und Weisheit zwei unterschiedliche Dinge sind. In der Bibel, insbesondere in den Sprüchen Salomos, wird Weisheit oft als die Fähigkeit beschrieben, Wissen und Verständnis richtig anzuwenden. Paulus warnt uns davor, dass reines Wissen oder die Anziehungskraft exotischer Philosophien uns in die Irre führen können, wenn sie nicht durch die Linse des Glaubens betrachtet werden.

Denken Sie an die Vielzahl der „-ismen“, die uns umgeben: Materialismus, Relativismus, Humanismus, um nur einige zu nennen. Diese Weltanschauungen bieten oft einfache Antworten auf komplexe Fragen. Doch Paulus erinnert uns daran, dass die Antwort auf die tiefsten Fragen des Lebens nicht in der Welt gefunden wird, sondern in der Person Jesu Christi.

Ein konkretes Beispiel ist der Materialismus, der uns suggeriert, dass materieller Besitz und Erfolg im Leben die höchsten Ziele sind. Doch in Matthäus 6,33 heißt es:

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und all dies wird euch hinzugefügt werden.“

Hier wird ein völlig anderer Fokus gesetzt, der nicht auf dem Irdischen, sondern auf dem Ewigen liegt.

Ein weiteres Beispiel ist der Relativismus, der behauptet, dass es keine absolute Wahrheit gibt, dass alles eine Frage der Perspektive ist. Doch Johannes 14,6 stellt klar:

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Hier wird deutlich, dass es in der christlichen Weltanschauung sehr wohl eine absolute Wahrheit gibt, und diese ist in Jesus Christus personifiziert.

Paulus‘ Warnung ist also eine Einladung, alles zu hinterfragen und zu prüfen, ob es mit den Lehren Jesu Christi übereinstimmt. Es ist eine Aufforderung, nicht passiv zu akzeptieren, was die Welt als Wahrheit verkauft, sondern aktiv nach der Wahrheit zu suchen, die uns frei macht.

Abschließend möchte ich sagen: Lasst uns nicht durch die vielfältigen Stimmen der Welt verwirrt werden. Lasst uns stattdessen unser Herz und unseren Verstand immer wieder zu dem ausrichten, was ewig und unveränderlich ist: die Liebe und Weisheit Gottes, wie sie uns in Jesus Christus offenbart wurde. Nur so können wir den vielen Irrlehren unserer Zeit widerstehen und ein Leben führen, das wahrhaftig, erfüllt und frei ist.

In diesem Sinne: Seid gesegnet, seid wachsam und lasst euer Licht leuchten in einer oft dunklen Welt.

Amen.

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