228 – Die tiefe Freude des Gebens

228 – Die tiefe Freude des Gebens

Hilfe für einen Obdachlosen, DALL·E, prompted by Michael Voß
Hilfe für einen Obdachlosen, DALL·E, prompted by Michael Voß

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich mit Ihnen über ein Thema sprechen, das tief in der christlichen Tradition verwurzelt ist: die Freude des Gebens. Diese Freude ist mehr als nur eine flüchtige Emotion; sie ist ein wesentlicher Bestandteil eines erfüllten geistlichen Lebens.

In der Bibel wird das Geben als ein Akt der Liebe und des Glaubens dargestellt. Paulus schreibt im Zweiten Korintherbrief:

„Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.“

2. Korinther 9,7

Diese Worte heben hervor, dass es beim Geben nicht nur um die materielle Tat geht, sondern auch um die Haltung, mit der wir geben.

Jesus selbst lehrte, dass es gesegneter ist zu geben als zu nehmen (Apostelgeschichte 20,35). Diese Aussage betont, dass in der Handlung des Gebens selbst ein Segen liegt. Der wahre Wert des Gebens wird nicht durch das Maß des Gegebenen bestimmt, sondern durch die Liebe, die das Geben begleitet.

Ein weiteres tiefgründiges Beispiel für das Geben finden wir im Evangelium nach Markus, wo die Geschichte der armen Witwe erzählt wird, die zwei kleine Münzen in den Tempelschatz legte. Jesus lobte sie, da sie …

„… von ihrem Mangel alles eingesetzt hat, was sie zum Leben hatte.“

Markus 12,44
Jesus und die arme Witwe, DALL·E, prompted by Michael Voß
Jesus und die arme Witwe, DALL·E, prompted by Michael Voß

Diese Geschichte zeigt uns, dass wahrhaftiges Geben oft ein Opfer erfordert, aber durch dieses Opfer erfahren wir eine tiefere Verbindung mit Gott.

Diese biblischen Beispiele lehren uns, dass geistliches Geben eine Quelle tiefer Freude ist. Es geht nicht nur darum, materielle Güter zu teilen, sondern auch um das Teilen von Zeit, Aufmerksamkeit und Fürsorge. In der heutigen Zeit, in der Individualismus und Selbstzentriertheit oft im Vordergrund stehen, erinnert uns das Geben daran, dass wir alle miteinander verbunden sind und dass unser eigenes Wohlergehen mit dem Wohlergehen unserer Gemeinschaft verknüpft ist.

Lassen Sie uns also dazu ermutigt werden, in unserem täglichen Leben großzügig zu sein. Nicht nur, weil es erwartet wird, sondern weil es eine tiefere Freude und Erfüllung in unser Leben bringt. Durch das Geben öffnen wir uns für Gottes Segen und die Freude, die daraus erwächst, wenn wir anderen dienen.

Ich lade Sie ein, in ein Gebet einzustimmen: Herr, lehre uns zu geben, nicht nur aus unserem Überfluss, sondern aus unserem Herzen. Möge die Freude des Gebens in unserem Leben widerhallen und uns näher zu Dir führen. Gib uns die Gnade, die Bedürfnisse anderer zu sehen und darauf zu reagieren, mit einem Geist der Großzügigkeit und der Liebe. Amen!

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