69 – Brücken des Glaubens bauen: Liebe und Verständnis in Zeiten des Zweifels

69 – Brücken des Glaubens bauen: Liebe und Verständnis in Zeiten des Zweifels

Christen als Brückenbauer, Bing Image Creator, prompted by Michael Voß
Christen als Brückenbauer, Bing Image Creator, prompted by Michael Voß

Liebe Gemeinde,

wir sind heute hier versammelt, um zu reflektieren und uns auf einen Weg des Verständnisses und des Friedens zu begeben. Wir leben in herausfordernden Zeiten, in denen unsere Welt von der Pandemie erschüttert wurde und die darauffolgenden Maßnahmen und Impfungen viele in unserer Mitte verunsichert haben. Es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass Misstrauen und Unfrieden in den Herzen vieler Menschen wachsen konnten.

Doch wir als Christen sind aufgerufen, Licht in diese Dunkelheit zu bringen. Wir sollen ein Vorbild an Liebe, Geduld und Verständnis sein, so wie es uns Jesus Christus vorgelebt hat. Wir finden in der Bibel, in 2. Timotheus 1,7, die Worte:

„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Dies sollte unser Leitfaden sein, in Zeiten von Unsicherheit und Angst.

In der Geschichte von Thomas, dem Zweifler, sehen wir, wie Jesus seinen Jüngern nach seiner Auferstehung erschien. Thomas aber, einer der Zwölf, war bei dieser ersten Begegnung nicht dabei und zweifelte an den Erzählungen der anderen Jünger. Er wollte Beweise. Als Jesus dann vor Thomas stand und ihm seine Wunden zeigte, da erkannte Thomas, dass der Glaube über die bloße Sichtbarkeit hinausgeht. Jesus sagte zu ihm:

„Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“

Johannes 20:29

In dieser Geschichte zeigt sich, dass Zweifel ein Teil des menschlichen Wesens ist, doch der Glaube und das Vertrauen in Gott bringen uns weiter. Wir sollten uns daher nicht über die zweifelnden oder gar ablehnenden Stimmen ärgern, sondern ihnen mit Geduld und Liebe begegnen. Denn es ist durch unsere Taten und Worte, dass wir das Licht Christi widerspiegeln können.

Im Buch Jakobus wird uns ein weiterer Wegweiser gegeben:

„Jeder soll schnell zum Hören bereit sein, langsam zum Sprechen und langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist.“

Jakobus 1:19-20

In diesen Zeiten ist es besonders wichtig, einander zuzuhören und nicht vorschnell zu urteilen oder zu verurteilen.

Wie also können wir denen helfen, die voller Hass sind, die die Wahrheit suchen oder sie sogar ablehnen? Indem wir ihnen in Liebe begegnen und ihnen das Wort Gottes bringen. Denn die Bibel lehrt uns in 1. Johannes 4:18, dass…

„…Furcht nicht in der Liebe ist, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus“.

Wir müssen also durch unsere vollkommene Liebe handeln, um Furcht und Hass zu überwinden.

Zweifelnde zu Jesus bringen, Bing Image Creator, prompted by Michael Voß
Zweifelnde zu Jesus bringen, Bing Image Creator, prompted by Michael Voß

Wir sind aufgerufen, in Zeiten der Furcht und des Hasses Brückenbauer zu sein. Wie Paulus im Brief an die Epheser schrieb:

„Seid aber zueinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem anderen, wie auch Gott in Christus euch vergeben hat.“

Epheser 4:32

Lasst uns also Geduld und Vergebung praktizieren und damit ein Zeichen setzen.

Lasst uns beten, dass wir die Weisheit und die Kraft finden, in Liebe und Wahrheit zu handeln. Dass wir erkennen, dass jeder Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen ist und jeder Irrtum, jede Furcht durch die Gnade Gottes überwunden werden kann. Dass wir fähig sind, den Hass nicht mit Gleichem zu vergelten, sondern ihn mit Verständnis und Güte zu überwinden. Denn durch Jesus Christus wissen wir, dass die Wahrheit und die Liebe letztendlich triumphieren werden.

Amen.

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