164 – Ruhe und Dienst am siebten Tag: Ein Weg der Liebe und Barmherzigkeit

164 – Ruhe und Dienst am siebten Tag: Ein Weg der Liebe und Barmherzigkeit

Familie beim Sonntagsfrühstück, DALL·E, prompted by Michael Voß
Familie beim Sonntagsfrühstück, DALL·E, prompted by Michael Voß

Liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Leserinnen und Leser,

heute, am Sonntag, dem siebten Tag der Woche, versammeln wir uns in einem Geist der Ruhe und Besinnung. Denn es steht geschrieben:

„Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun. Aber am siebten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du keine Arbeit tun.“

2. Mose 20,9-10

Diese Worte leiten uns an, einen Tag der Ruhe zu halten, einen Tag, an dem wir innehalten, reflektieren und uns auf das Wesentliche besinnen.

Doch wie verhält es sich mit jenen unter uns, deren Berufung sie ruft, auch am siebten Tag zu dienen? Denken wir an die Polizeibeamten, die Feuerwehrleute, das medizinische Personal und jene, die in Seelsorge und geistlichem Dienst stehen. Sind sie von dieser Ruhe ausgenommen?

Es ist eine Frage, die uns an die Geschichte des barmherzigen Samariters erinnert (Lukas 10,25-37), wo Jesus lehrt, dass die Liebe zum Nächsten, die Tat der Barmherzigkeit und Hilfe, über formalen Geboten steht. So sagte Jesus:

„Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.“

Markus 2,27
Jesus und die Frage des Ruhetages, DALL·E, prompted by Michael Voß
Jesus und die Frage des Ruhetages, DALL·E, prompted by Michael Voß

Diese Worte erinnern uns daran, dass die Ruhe und die Einhaltung des Sabbats Dienst am Menschen sein sollen, nicht eine Last.

In der Tat, Arbeit, die dem Wohl der Gemeinschaft dient, die Leben rettet, die Frieden und Sicherheit gewährleistet oder die geistliche Nahrung bietet, ehrt den Geist des Sabbats. Denn was ist ein größerer Dienst an der Menschheit und an Gott, als für die Bedürftigen da zu sein, Schutz und Heilung zu bieten?

Lassen Sie uns auch nicht vergessen, dass Ruhe nicht allein in der Abwesenheit von Arbeit besteht. Ruhe findet sich auch in Momenten der Stille, im Gebet, in der Gemeinschaft mit unseren Liebsten und in der Zeit, die wir in der Natur verbringen. Es ist die Qualität des Innehaltens, des bewussten Seins, die uns erfüllt und regeneriert.

So möge jeder von uns, egal ob in der Arbeit oder in der Ruhe, einen Weg finden, den Sabbat zu ehren. Ob durch Taten der Barmherzigkeit, durch Gebet und Meditation, oder einfach durch das Teilen von Zeit mit jenen, die uns am Herzen liegen. Jede dieser Handlungen ist ein Akt der Anbetung, eine Anerkennung der göttlichen Ordnung der Dinge.

Mögen wir also, in welcher Weise wir auch den siebten Tag begehen, dies tun mit einem Herzen voller Liebe, Dankbarkeit und dem Wunsch, Gottes Willen in unserem Leben zu erfüllen. Denn in der Tat, in der Ruhe und im Dienst, in der Stille und in der Tat, finden wir Gott.

Amen.

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