42 – Geld, Besitz und die Suche nach wahrem Reichtum

42 – Geld, Besitz und die Suche nach wahrem Reichtum

Reichtum und Macht, DALL·E, prompted by Michael Voß
Reichtum und Macht, DALL·E, prompted by Michael Voß

Geliebte Gemeinde,

wir leben in einer Welt, in der Geld und Besitz oft als Maßstab für Erfolg und Wohlstand gelten. Viele von uns streben danach, mehr zu haben, mehr zu verdienen und mehr zu besitzen. Aber ist materieller Reichtum wirklich das, wonach wir suchen sollten? Was sagt die Bibel über Geld und Besitz? Und was können wir daraus lernen?

Beginnen wir mit den Worten Jesu im Matthäusevangelium:

„Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ (Matthäus 6,24)

Matthäus 6,24

Das Wort „Mammon“ steht stellvertretend für Geld und Reichtum. Jesus warnt uns davor, Geld und Besitz zum Götzen zu machen, dem wir dienen. Wenn wir unsere Herzen an den Reichtum binden, wird es schwierig, Gott an die erste Stelle in unserem Leben zu setzen.

Auch im 1. Timotheusbrief lesen wir:

„Denn die Geldliebe ist eine Wurzel alles Übels; danach haben einige getrachtet und sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt.“

1. Timotheus 6,10

Es ist nicht der Reichtum an sich, der problematisch ist, sondern unsere Beziehung dazu. Dietrich Bonhoeffer, ein deutscher Theologe des 20. Jahrhunderts, schrieb in seinem Buch „Nachfolge“: „Jesus fordert von dem Reichen, dass er alles aufgebe, er weiß, dass er nicht reich werden kann vor Gott und Reichtum behalten.“ Dieses tiefgreifende Zitat betont die Notwendigkeit, unsere Bindung an weltlichen Reichtum zu überdenken, wenn wir ein erfülltes geistliches Leben suchen.

Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel aus der Bibel ist die Geschichte vom reichen Jüngling (Matthäus 19,16-22). Er fragt Jesus, was er tun muss, um das ewige Leben zu erlangen. Jesus antwortet ihm, dass er alles verkaufen und den Armen geben soll. Der Jüngling geht betrübt weg, denn er besitzt großen Reichtum. Jesus nutzt diese Begebenheit, um zu betonen, wie schwierig es für einen Reichen ist, in das Reich Gottes zu kommen.

Das soll uns jedoch nicht entmutigen. Es ist nicht der Reichtum an sich, der uns von Gott trennt, sondern unsere Anhänglichkeit daran. Das echte, wahre Leben liegt nicht in dem, was wir besitzen, sondern in unserer Beziehung zu Gott.

Geld, DALL·E, prompted by Michael Voß
Geld, DALL·E, prompted by Michael Voß

Der Apostel Paulus erinnert uns in Hebräer 13,5:

„Lasst euer Verhalten frei sein von Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist.“

Was können wir also daraus lernen?

  1. Prioritäten setzen: Wir müssen unsere Prioritäten überprüfen und sicherstellen, dass Gott immer an erster Stelle steht, nicht unser materieller Reichtum.
  2. Wahren Reichtum erkennen: Wahre Fülle liegt nicht in dem, was wir besitzen, sondern in unserer Beziehung zu Gott, in der Liebe zu unserem Nächsten und in einem Leben im Einklang mit Gottes Willen.
  3. Teilen: Der wahre Wert des Geldes und des Besitzes zeigt sich darin, wie wir sie nutzen. Teilen wir mit denen, die weniger haben? Investieren wir in das Reich Gottes?

Schließen möchte ich mit den Worten des Apostels Paulus aus 1. Timotheus 6,17-19:

„Den Reichen in dieser Welt gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht zu hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich darreicht zum Genuss. Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, teilen, und so für sich selbst einen guten Grund legen für die Zukunft, um das wahre Leben zu ergreifen.“

Jung, reich und ohne Gott?, DALL·E, prompted by Michael Voß
Jung, reich und ohne Gott?, DALL·E, prompted by Michael Voß

Möge Gott uns helfen, wahres Leben und wahren Reichtum in Ihm zu finden.

Amen.

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